Gebet für verfolgte Christ*innen 09.04.2026
Im Namen des Vaters und des Sohnes…
Herr Jesus Christus, wir denken auch heute wieder an die Menschen, die für ihren Glauben leiden, die für ihre Hoffnung bedrängt werden, die für ihre Treue zu dir sterben.
Nigeria: Vertreter der Katholischen Kirche von Nigeria haben die Ermordung von 27 Menschen am Palmsonntag verurteilt und die Regierung zu Maßnahmen aufgefordert, um weiteres Blutvergießen zu verhindern. In einer Erklärung unterstrich man mit Blick auf den Angriff in der Diözese Jos: „Jeder Mensch auf dem Gebiet Nigerias besitzt eine unantastbare Würde, die ihm von Gott verliehen und durch das Gesetz geschützt ist. Kein Leben ist unbedeutend, und kein Nigerianer darf jemals ungeschützt bleiben
Vater im Himmel, wir bitten dich um ein Ende der Gewalt in Nigeria
…Jesus, der von den Toten auferstanden ist
Die vorrangige Pflicht des Staates sei der Schutz des Lebens, doch das Blutvergießen in Jos deute auf eine Vernachlässigung dieser Pflicht hin. Daher forderten die Unterzeichner der Erklärung die Behörden auf, über routinemäßige Verurteilungen hinauszugehen, um das Vertrauen der Öffentlichkeit wiederherzustellen. Konkret brauche es proaktive Sicherheitsmaßnahmen, damit Gemeinden nicht länger vermeidbaren Angriffen ausgesetzt sind, sowie medizinische Versorgung und angemessene Unterstützung für die betroffenen Familien und Gemeinden.
Beten wir für die Verantwortungsträger in Politik und Religion in Nigeria
…Jesus, der in den Himmel aufgefahren ist
Das Blut Unschuldiger dürfe nicht zum Markenzeichen Nigerias werden, vielmehr müsse die Unantastbarkeit des Lebens das Fundament des nationalen Gewissens bleiben, so die nigerianischen katholischen Amtsträger. Auch der Apostolische Nuntius in Nigeria, Erzbischof Michael Francis Crotty, sprach den Familien der Opfer sein Beileid auf und forderte Gerechtigkeit für die Opfer. Für Gewalt gebe es nie eine Rechtfertigung. In Anbetracht der tieferen Bedeutung der Karwoche ermutigte Erzbischof Crotty die Christen, Kraft aus dem Leiden und der Auferstehung Jesu Christi zu schöpfen.
Beten wir für unsere Glaubensgeschwister in Nigeria um Kraft aus dem Glauben
…Jesus, der uns den Heiligen Geist gesandt hat
Sri Lanka: Nach zwei Jahrzehnten ist eine Inselkirche im Norden Sri Lankas erstmals wieder für Gläubige erreichbar. Kurz vor Ostern wurde dort ein Patronatsfest gefeiert. Möglich wurde das durch die Arbeit einer internationalen Organisation zur Räumung von Landminen und anderer explosiver Kriegsreste. Über einen Zeitraum von 20 Jahren wurde die Insel Schritt für Schritt gesichert und von Sprengkörpern befreit, die seit dem Bürgerkrieg den Zugang verhinderten. Am 14. März 2026 erreichten rund 150 Menschen mit Booten die Insel in der Jaffna-Lagune. Ihr Ziel war die Kirche Unserer Lieben Frau von Velankanni, die seit Jahren nicht sicher zugänglich war. „Es war eine sehr emotionale Szene“, sagt Pfarrer Jero, der die Messe feierte. „Menschen aus den Küstengebieten kamen mit ihren Familien. Normalerweise gehen die Männer allein zum Fischen, aber dieses Mal kamen die Familien gemeinsam.“
Vater im Himmel, wir freuen uns mit unseren Glaubensgeschwistern in Sri Lanka und danken dir für diese gute Nachricht
…Jesus, der dich oh Jungfrau in den Himmel aufgenommen hat
Während Ostern näher rückte, erinnert Sri Lanka zugleich an die Anschläge von 2019. Es gibt noch keine vollständige Aufarbeitung. Viele warteten weiterhin auf Gerechtigkeit. Der Heilungsprozess betreffe auch die Opfer des Bürgerkriegs, darunter Menschen, die in Kirchen Zuflucht gesucht hatten. Dennoch bleibt Hoffnung. „Wir sind nicht ohne Hoffnung. Gott verlässt sein Volk niemals“, sagt der Pfarrer. Die Fastenzeit und die Karwoche helfen den Menschen, „gegen die Hoffnungslosigkeit zu hoffen“.
Beten wir um Gerechtigkeit und Heilung für die Opfer der Anschläge von 2019
…Jesus, der dich oh Jungfrau im Himmel gekrönt hat
Herr Jesus Christus…
Danke für Euer Mitbeten!