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Pfarre Lustenau Rheindorf
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Gebet für verfolgte Christen

Jeden Donnerstag von 18:15 - 18:45 Uhr beten wir in der Erlöserkirche einen Rosenkranz vor dem ausgesetzten Allerheiligsten für verfolgte Christen aus der ganzen Welt. 

Gebet für verfolgte Christ*innen 08.10.2026


Im Namen des Vaters und des Sohnes…
Herr Jesus Christus, wir denken auch heute wieder an die Menschen, die für ihren Glauben leiden, die für ihre Hoffnung bedrängt werden, die für ihre Treue zu dir sterben.

Indien: Nach einer neuen Welle der Gewalt im nordostindischen Bundesstaat Manipur hat der Erzbischof von Shillong eindringlich zu Frieden und Versöhnung aufgerufen. Die Gewalt sei eine „Wunde in unserem kollektiven Gewissen.“ Bei Brandanschlägen wurden mindestens 41 Häuser sowie mehrere Kirchen zerstört. Gegenüber dem Nachrichtendienst AsiaNews äußerte er seine tiefe Sorge über die anhaltende Gewalt und Vertreibung in der Region. „Unsere Herzen sind zutiefst betrübt angesichts der anhaltenden Gewalt, Vertreibung und des Leids, das unsere Brüder und Schwestern in Manipur seit Langem heimsucht“, sagte der Erzbischof. Zahlreiche Menschen hätten ihr Leben verloren, Tausende Familien seien auseinandergerissen und zur Flucht aus ihren Häusern gezwungen worden. Auch zahlreiche Gotteshäuser seien niedergebrannt worden.


… Jesus, der von den Toten auferstanden ist


Bei einer rund zwölfstündigen Serie von Brandanschlägen in der Region Makui wurden laut AsiaNews mindestens 41 Häuser von Angehörigen der Naga-Gemeinschaft sowie mehrere Kirchen zerstört. Die Gewalt begann am Nachmittag des 23. September und dauerte bis in die frühen Morgenstunden des folgenden Tages an. Betroffen waren insbesondere drei Siedlungen der Makui-Gruppeaber auch aus umliegenden Naga-Dörfern wurden Brandstiftungen und gezielte Verwüstungen gemeldet. Nach Angaben örtlicher Vertreter und Dorfgemeinschaften sollen bewaffnete Kuki-Militante für die Angriffe verantwortlich sein. Die Dorfverwaltung von Makui wertete die Gewalt als gezielten Versuch, Angehörige der indigenen Gemeinschaft aus dem Gebiet zu vertreiben und sich deren Land anzueignen.


…Jesus, der in den Himmel aufgefahren ist


Bei den Bränden wurden keine Todesopfer gemeldet. Frühzeitige Warnungen hätten es Hunderten Familien ermöglicht, in die umliegenden Wälder zu fliehen. Für die Vertriebenen bleibt die Lage jedoch prekär. In provisorischen Aufnahmelagern fehlt es laut dem Bericht für Hunderte Menschen an Grundgütern, Notunterkünften und Lebensmitteln. Erzbischof Lyngdoh sagte, man könne nicht schweigen, während Hass das soziale Gefüge der Region zerreiße. Er appellierte an alle Konfliktparteien, die Verantwortlichen der Gemeinschaften sowie die Bundesstaats- und die Zentralregierung, spaltende Rhetorik zu überwinden und eine friedliche Lösung zu suchen. „Wir verurteilen Gewalt in jeder Form vorbehaltlos, unabhängig davon, wer sie ausübt“, betonte Lyngdoh. Keine Forderung könne durch Brandstiftung, Vergeltung oder die Nutzung sozialer Medien zur Verbreitung von Gerüchten und Hass durchgesetzt werden. Gewalt erzeuge lediglich weitere Gewalt und halte die Gemeinschaften in einem Kreislauf der Vergeltung gefangen.


…Jesus, der uns den Heiligen Geist gesandt hat


Nach Konflikten um die Bestattung von Christen im ostindischen Bundesstaat Odisha fordert eine christliche Organisation eigene Friedhöfe für die Minderheit. Damit sollen Gläubige ihre Verstorbenen nach christlichem Ritus bestatten können. Das Odisha Christian Forum hat sich an die Regierung des Bundesstaates gewandt und verlangt, gesonderte Flächen für christliche Bestattungen bereitzustellen. Hintergrund sind Auseinandersetzungen um die Beisetzung von Christen. Familien waren dabei auf Widerstand gestoßen, als sie ihre verstorbenen Angehörigen nach christlichem Ritus bestatten wollten. Das Odisha Christian Forum sieht darin ein grundsätzliches Problem für die christliche Minderheit. Eigene Begräbnisstätten könnten dazu beitragen, Konflikte um Bestattungen zu vermeiden und Familien die Möglichkeit geben, ihre Angehörigen entsprechend ihrer religiösen Tradition beizusetzen. Die christlichen Vertreter fordern deshalb die zuständigen Behörden auf, entsprechende Grundstücke zur Verfügung zu stellen.

…Jesus, der dich oh Jungfrau in den Himmel aufgenommen hat

Für die Betroffenen geht es dabei nicht nur um einen Bestattungsort, sondern auch darum, ihren Glauben und ihre religiösen Traditionen respektieren zu können. Auseinandersetzungen um die Bestattung von Christen sind in Indien kein Einzelfall. Immer wieder kommt es zu Konflikten, wenn christliche Familien ihre Angehörigen in ihren Heimatorten nach christlichem Ritus beisetzen wollen. Das Odisha Christian Forum hofft deshalb auf eine dauerhafte Lösung durch die Regierung. Eigene Friedhöfe sollen verhindern, dass Familien in einer ohnehin von Trauer geprägten Situation zusätzlich um das Recht auf eine christliche Bestattung kämpfen müssen.

…Jesus, der dich oh Jungfrau im Himmel gekrönt hat

Herr Jesus Christus…

Danke für Euer Mitbeten!
 

Veröffentlicht am 15.09.2023
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